gitarre

Gesprächskonzert mit Schrammek&Maul

Konzert für 4 Cembali in a-Moll von Johann Sebastian Bach BWV 1065, sowie Konzert für 4 Violinen in h-Moll op. 3 Nr. 10 von Antonio Vivaldi RV 580

Ein Gesprächskonzert ist eine besondere Form der Konzertveranstaltung, bei der die Aufführung von Musikstücken mit erklärenden Worten kombiniert wird. Anders als beim klassischen Konzert, bei dem das Publikum die Musik schweigend und ohne Unterbrechung hört, führt hier der Musiker selbst, ein Moderator, oder ein Musikwissenschaftler, in diesem Fall Bernhard Schrammek und Michael Maul, durch das Programm.

Was ist das Besondere:

  • Erklärung vor der Musik: Vor oder zwischen den einzelnen Musikstücken gibt es kurze Vorträge oder lockere Gespräche.
  • Einblicke in die Hintergründe: Dem Publikum werden die Entstehungsgeschichte des Werks, Informationen über den Komponisten oder die historische Epoche nähergebracht.
  • Analyse des Stücks: Oft werden musikalische Besonderheiten, Leitmotive oder die Struktur des Werks erklärt und am Instrument kurz angespielt, bevor das Stück ganz erklingt.
  • Nahbarkeit: Die Barriere zwischen Bühne und Publikum wird abgebaut. Häufig gibt es am Ende eine Fragerunde, bei der die Zuhörer direkt mit den Künstlern ins Gespräch kommen können.

Ziel des Formats

Das Hauptziel ist die Musikvermittlung. Das Format möchte Menschen – sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Klassik-Fans – einen tieferen und leichter zugänglichen Zugang zu oft komplexen Musikwerken (wie etwa der Neuen Musik oder anspruchsvollen klassischen Kompositionen) ermöglichen.

Aus diesem Grund ist auch der Eintritt frei, damit jeder diesem wunderbaren Hörgenuss beiwohnen kann.

Die Cembalokonzerte entstanden in Leipzig etwa zwischen 1729 und 1740, als Bach das von Telemann gegründete Collegium Musicum leitete und Konzerte im Zimmermannischen Caffee-Hauß veranstaltete. Man nimmt an, dass Bach in den Konzerten mit mehreren Solocembali auch seinen beiden ältesten Söhnen Gelegenheit geben wollte, solistisch aufzutreten und entsprechende Erfahrungen zu sammeln.

Dieses Konzert ist selten zu hören, da man vier baugleiche oder -ähnliche Cembali benötigt und sehr gute Pianisten, Cembalisten oder Organisten, die diese Cembaloparts übernehmen. Ich habe hierzu Mahdi Safari, Sarah Stamboltsyan und Ulrich Meier gewinnen können, die dieses Konzert mit mir als 4. Cembalistin aufführen. Ebenfalls werden auch Streicher benötigt, von denen die Cembali begleitet werden.

Als zweites Werk an diesem Abend wird das Konzert für 4 Violinen in h-Moll RV 580 von Antonio Vivaldi erklingen, welches die Vorlage für das Bach’sche Konzert für 4 Cembali war. Hierzu braucht es professionelle Streicher, da die Parts nicht einfach sind.

Interessant ist für den Hörer sicher der Vergleich zwischen den beiden Versionen, weswegen ich auf die Idee kam, beide Konzerte spielen zu lassen. Bachs Fassung wirkt deutlich reifer und ausgearbeiteter, nimmt aber von der ursprünglichen Frische und genial-unbedarften Neuartigkeit, die das Werk Vivaldis auszeichnet.

Moderation

MDR KLASSIK sendet unter dem Titel Bach-Kanal mit Michael Maul und Bernhard Schrammek seit einigen Jahren Podcasts zu Bach-Kantaten. In 248 Folgen seit 2020 haben die beiden Herren inzwischen alle Bach-Kantaten ‚besprochen‘. Und so freuen wir uns besonders, dass wir die Schöpfer dieses bei Radiohörern sehr beliebten Formats für ein Live-Erlebnis in der St. Trinitatiskirche Bad Elster gewinnen konnten.

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Datum
Sa, 19.09.2026
Beginn
19.30 Uhr
Einlass
19.00 Uhr
Ort
St. Trinitatiskirche Bad Elster
St. Trinitatiskirche Bad Elster
Eintritt
Eintritt frei
Michael Maul und Bernhard Schrammek

Mitwirkende:

Ulrich Meier  –  Cembalo I
Mahdi Safari  –  Cambalo II
Sarah Stamboltsyan  –  Cembalo III
Corinna Gruschwitz  –  Cembalo IV und Gesamtleitung
Artashes Stamboltsyan  –  Violine I
Henrik Haluza  –  Violine II
Chiara Gaebelein  –  Violine III
Georg Szostakowski  –  Violine IV
Chursächsische Philharmonie Bad Elster
KMD Ronald Gruschwitz  –  Dirigent